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Treffer

Club vs Werder, das 2:1

von Johan Petersen am 4. November 2009

Querpässe machen in einem Angriff alles kaputt außer dem Rasen. Sie verlangsamen das Spiel und geben dem Gegner Zeit, Spieler hinter den Ball zu bekommen.

Sie machen nur Sinn, wenn man selber Zeit braucht - um eigene Spieler vors Tor zu bekommen. Zum Beispiel in einem 4-5-1, in dem die einzige Spitze als Wandspieler den Ball auf den Flügel legt, um dann selber wieder vors Tor zu kommen. Oder wenn man nur einen echten Strafstraumstürmer hat, und kopfballstarke Mittelfeldspieler stattdessen vors Tor kommen müssen.

Ein Beispiel war der Pass von Bargfrede auf den Flügel vor dem 2:1 gegen Nürnberg.

Der Spielzug: Bargfrede (44) wird von drei Gegnern angegriffen. Er spielt den Ball auf den Flügel zu Boenisch (2) – und zwar wie im Lehrbuch mit dem linken Fuß, also nicht mit rechts übers Standbein, so dass die Chance, dass der Ball Drall zu den Gegenspielern hin bekommt und abgefangen werden kann, viel geringer ist. Boenisch hat Platz und läuft einige Meter mit dem Ball.

Der Spielzug

Der Torabschluss: Hunt (14) und Borowski (6) haben Zeit, die Abwehr bis an den Fünfer zu überlaufen. Borowski verpasst die tolle Flanke von Boenisch knapp, doch Hunt nickt mit Kopf und Schulter ein.

Der Torabschluss

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Werder vs Mainz, das 1:0

von Johan Petersen am 30. September 2009

Wie zuvor beschrieben, konnte ich mich mit dem Sturm-Duo Pizarro/Marin bisher nicht anfreunden. Es erscheint mir eher als Notlösung. Wenn Schaaf die beiden zur Dauerlösung erklärt, würde das eine weitere Anpassung erfordern. In den letzten Jahren war die Raute immer auf ein klassisches Sturm-Duo zugeschnitten. Aber weder Pizarro noch Marin sind besonders schnell, und gerade Marin kann weder hoch angespielt werden, noch kann er steil geschickt werden (es sei denn, er hat Platz auf dem Flügel).

Nun hat Pizarro gegen Mainz zwei tolle Tore im Sturmzentrum gemacht – und das 1:0 gegen Mainz fiel genau so, wie das 1:0 gegen Funchal. Daher hier noch einmal im Detail zu der Rolle, die Marin im Sturm spielen kann: er kommt entgegen, schafft damit Räume, in die andere Spieler stoßen können.

Die Ausgangssituation: Die Mainzer Abwehr steht zwar nicht sehr kompakt, aber relativ tief (rote Linie).

Der Spielzug I: Marin kommt dem ballführenden Spieler Fritz entgegen, und wird flach angespielt. Er nimmt den Ball mit einer schönen Körpertäuschung zum gegnerischen Tor hin mit.

Der Spielzug II: Während sich die Abwehrspieler auf ihn konzentrieren (jetzt auf blauer Linie), überläuft Bargfrede Marin, während auch Hunt kurz entgegen kommt, dann aber abdreht. Marin spielt den Ball durch drei Verteidiger steil auf die Halbposition. (Man muss dazu sagen, dass die Mainzer Abwehrspieler (2) und (3) schlafen – eigentlich müssten sie mit heraus rücken, um Hunt in diesem Moment ins Abseits zu stellen. Würde vielen Teams nicht passieren.)

Der Torabschluss: Bargfrede spielt quer auf Hunt, der frei vor dem Tor verwandelt.

Der Torabschluss

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