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Mitnahme

Abschied vom Teilchenbeschleuniger

von Johan Petersen am 8. April 2011

Man sieht die Abräumer vor der Abwehr oft als selbstlose Arbeiter, die ihren Kollegen den Rücken frei halten. Sie ermöglichen anderen ihren Glanz und verschwinden dann unbemerkt mit dreckigem Trikot in der Kabine. Doch stille Helden gibt es auch in der Offensive.

In dieser Woche gab es eine sehr traurige Nachricht für alle Werder-Fans, oder vielleicht auch nur für vereinsamte blogger. Daniel Jensen verlässt den Verein am Ende der Saison. Er war ohne Frage einer der besten Techniker, die das grün-weiße Trikot getragen haben. Ich glaube, er Daniel Jensen verfügte über die beste Ballan- und -mitnahme der Vereinsgeschichte. [click to continue…]

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Werder vs Austria, die 74. Minute

von Johan Petersen am 6. November 2009

Die 74. Minute im Spiel gegen Austria verdient einen gesonderten Post: Daniel Jensen wurde eingewechselt. Zum ersten Mal seit März stand er wieder auf dem Platz.

Ein Spieler mit genialen Anlagen. Für mich die beste An- und Mitnahme der Liga. In der Hinrunde 2007/2008 haben alle über Diego geschrieben, aber er war unser Motor, der wahre Spielmacher aus der Tiefe, während Diego vorne das Spektakel gemacht hat. Am Ende waren wir punktgleich mit dem Herbstmeister auf Platz zwei. Für den würde ich als Bayern-Trainer im Winter zehn Millionen auf den Tisch legen und mein Problem auf der 6 wäre auf einen Schlag gelöst.

Wenn Jensen in der Rückrunde auch nur ansatzweise an diese Form anknüpfen kann, werden wir ganz oben dabei sein, weil uns dann Verletzungen und Tiefs anderer Kreativspieler (Özil, Marin, Frings) nicht so viel anhaben können wie jetzt gerade.

Update: Lahm in der SZ vom Samstag: “Wir brauchen im Mittelfeld Spieler, die man aus der Abwehr immer anspielen kann.”

“Wo ist jemand, der mal was bewegt, der den Ball zur Seite mitnimmt, nach vorne schaut (!) und irgendwie den Ball durchsteckt, dass man nachrücken kann? Das passiert bei uns kaum.”

Van Bommel wird’s mit Freude lesen.

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Fritz…und das 1 gegen 1

von Johan Petersen am 25. September 2009

Was ist aus dem Fritz seiner Anfangszeit bei Werder geworden? Flankenläufe, ob effektiv oder spektakulär, sehen wir nicht mehr. Im Gegenteil, er geht kaum noch ins 1 gegen 1: entweder er (1) bricht ab und spielt den Ball zurück auf die Halbposition, (2) legt den Ball am Strafraum quer für einen Doppelpass – mit hohem Risiko, dass der Ball dabei verloren geht – oder (3) flankt aus dem Halbfeld (das allerdings oft recht gut).

Warum also kommt Fritz so selten ins 1 gegen 1? Er hat in Interviews mangelndes Selbstvertrauen in der vergangenen Saison erwähnt – und Selbstvertrauen braucht man im 1 gegen 1. Ich frage mich, ob das auch an seiner An- und Mitnahme liegt, bei der das Tempo fehlt. Kommt der Ball aus der Mitte, wartet er, läßt den Ball am Standbein vorbeilaufen und nimmt ihn mit dem starken, äußeren Fuß mit (wie fast alle Flügelspieler, die den starken Fuß außen haben).

Könnte er das nicht beschleunigen, wenn er in die Mitte dem Ball entgegen geht, und ihn dann mit links mitnimmt? Dann wäre er auch schwerer auszurechnen.

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