Gegen Augsburg: kontrolliert Fehler erzwingen

von Johan Petersen am 20. Oktober 2011

Vom Gegner ist mir wenig bekannt, weil ich bisher erst eines seiner Spiele in der Bundesliga gelesen habe: ein 4-5-1, in dem Mölders in der Spitze und Jentzsch im Tor die wichtigsten Spieler sind. Hinten leistet sich Augsburg immer wieder individuelle Fehler und die Abstimmung im Abwehrverbund ist auch fehlerhaft. [click to continue…]

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Glatt rot

von Johan Petersen am 19. Oktober 2011

Ich will nicht, dass Nutzer dieser Seite Werbung für Flugtickets nach Peru oder solargetriebene Herzschrittmacher eingespielt bekommen, wenn sie sich das nächste Mal bei facebook einloggen, obwohl sie sich vor Besuch dieses blogs dort ausgelogt haben. Wer hier liest, geht den Zuckerberg nichts an. [click to continue…]

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Die Abhängigkeits-Tabelle der Bundesliga: Platz 12 bis 7

von Johan Petersen am 18. Oktober 2011

12. Hamburger SV. Die kollektive Krise des HSV bringt es mit sich, dass sich die Mannschaft als Sammelsurium verunsicherter Spieler darstellt, aus dem niemand mit guten persönlichen Leistungen herausragen kann. Dies ist zum Beispiel an Mladen Petric zu sehen, der eigentlich den Unterschied ausmachen kann, aber mit allen anderen im Tief steckt.

11. 1899 Hoffenheim. In der Petrischale der Liga ist das Offensivspiel auf so viele Schultern verteilt, dass beim ständigen Rochieren der vordersten Vier manchmal das Ziel aus den Augen gerät. Vielleicht ein Erbe Ralf Rangnicks, für den immer der Trainer der Star ist (bis dieser nicht mehr leuchten kann). Bis die Mannschaft diese Strukturen geschaffen hat, bietet Tom Starke der Truppe etwas Halt.

10. Augsburg. Der Aufsteiger wird wohl keinen bleibenden Eindruck in der Bundesliga hinterlassen. Man freut sich auf das Wiedersehen mit Fortuna Düsseldorf oder den Aufstieg des ewigen Nicht-Aufsteigers Greuther Fürth. Ohne Sascha Mölders, der die Hälfte aller Tore der Bayern erzielt hat, sowie Simon Jentzsch sähe es wohl noch trüber aus.

9. Werder Bremen. Ein schwieriger Fall. Aus größerer Entfernung sieht es sicherlich so aus, dass viel von Claudio Pizarro abhängt. Seine Kopfball- und Zweikampfstärke unmittelbar vor dem Tor ist überragend. Doch im Vergleich zur Vorsaison hat sich Werder in den Details spielerisch enorm verbessert und Pizarro kann sich auf Aktionen im und am Strafraum konzentrieren, weil er weniger am Spiel teilnehmen muss. Werder spielt sich also ohne ihn viele Chancen und Standards heraus, die auch andere verwerten können: Markus Rosenberg und Marko Arnautovic haben soviele Tore auf dem Konto wie keine andere zweite Garnitur der Liga. Auch im Mittelfeld herrscht bei Werder große Konkurrenz.

8. Hannover 96. Im 4-4-2 von Mirko Slomka spielt Jan Schlaudraff an guten Tagen die Hauptrolle. Wie alle anderen Angreifer und offensiven Mittelfeldspieler im Team ist er ein guter Konterspieler: schnell, zielstrebig, technisch gut und eiskalt vor dem Tor. Doch der umtriebige Schlaudraff hat ein gutes Gefühl für den Raum zwischen gegnerischer Viererkette und Mittelfeld: hierhin zieht er Gegenspieler aus der gegnerischen Ordnung und nimmt an eigenen Kombinationen teil.

7. Borussia Dortmund. Eigentlich hat Dortmund im Mittelfeld den mit Werder Bremen und Bayer Leverkusen am besten besetzten Kader der Bundesliga (Bayern lassen wir hier in einer anderen Liga spieln). Doch weil Shinji Kagawa und Kevin Großkreutz ihrer persönlichen Meisterform hinter her hecheln, und Ilkay Gündogan nicht Nuri Sahin ist, hängt im Moment viel von den Ideen, den Laufwegen und natürlich der Technik Mario Götzes ab. Lucas Barrios im übrigen kann vom bestem Gesamtpaket der Liga, Robert Lewandowski, vertreten werden. So oder so läuft Dortmund Gefahr, in dieser Tabelle im Laufe der Saison tief in den Keller zu rutschen, wenn sich die Form der genannten Spieler verbessert.

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Die Abhängigkeits-Tabelle der Bundesliga: Platz 18 bis 13

von Johan Petersen am 17. Oktober 2011

Fußball ist ein Mannschaftssport: elf spielen gegen elf. Doch wer einmal auf dem Garagenhof mitgekickt hat, weiß, dass es so einfach — und so langweilig — nicht ist: beim Wählen der Mannschaften ist man nie der erste. Der kleine Fummler aus dem Nachbarhaus wird immer weit vor einem in die Mannschaft gewählt.

So ist es auch in der Bundesliga. Es gibt die Stars und die Sternchen, und dann gibt es die Rasen-Arbeiter, die nur Statistikern und nörgelnden Bloggern auffallen.

Trainer müssen sowohl die individuellen Fertigkeiten ihrer Stars auf Hochglanz polieren, als auch zu große Abhängigkeiten innerhalb der Mannschaft verhindern. Es gibt Verletzungen, Sperren und Launen.

Welche Mannschaft in der Bundesliga warum von wem abhängig ist, oder eben nicht:

18. Bayern München. Mario Gomez hat mit acht Toren etwa 40 Prozent aller Bayern-Tore erzielt, und es gibt wenig Ersatz für ihn. Doch seine vier Tore gegen Freiburg zeigen, warum die Bayern in dieser Tabelle einmal letzter sind: zwei Mal hat er den Ball ins leere Tor geschoben, einmal wurde er aus unmöglichem Winkel und großer Entfernung angeschossen, und der Ball wollte trotzdem ins Tor. Hinzu kam ein Elfmeter. Diese Tore hätte auch ein Petersen, ein Olic, ein Müller erzielt. Die Mannschaft hat so viel fußballerische und spielerische Qualität, dass es zumindest in der Bundesliga kaum eine Rolle spielt, wer vorne den Fuß hinhält.

17. VfL Wolfsburg. Ich habe den Überblick verloren, welche im Geschäft — aus verschiedenen Gründen — um Anschluss suchenden Spieler sich mittlerweile der psychologischen Kader-Kriegsführung Felix Magaths verschrieben haben. Da sie an jedem Wochenende neue Nebenleute vorfinden, konnte sich noch keiner in den Vordergrund spielen – Mandzukic’ Tore hin oder her.

16. 1. FC Nürnberg. Vielleicht keine andere Mannschaft hängt so sehr von ihrem Trainer ab wie die junge Bande des Clubs. Doch Trainer laufen hier außer Konkurrenz und im Team Dieter Heckings fehlt bei allem Talent bei Ballbesitz ein Spieler, der sagt, wo es lang geht – sowohl beim Umschalten nach Ballgewinnen als auch im letzten Spielfelddrittel.

15. 1. FC Kaiserslautern. Bereits in der Vorsaison lebte die Mannschaft vom Kollektiv. Nach dem Abgang von Ilo Ilicevic dürfte das nicht mehr reichen.

14. VfB Stuttgart. Das Prunkstück der Mannschaft ist der Verbund, den die beiden Sechser William Kvist und Ydravko Kuzmanovic mit den Innenverteidigern bilden. In diesem Block würde der Ausfall Serdar Tascis vermutlich am meisten schmerzen. Weiter vorne scheint Martin Harnik die wichtigste Rolle zu spielen – ich glaube aber, dass er eher zur Zeit einfach am besten in Form ist. So sind Tamas Hajnal, Cacau und Christian Gentner im Zentrum bisher reichlich blass geblieben – der VfB hätte sicher gerne mehr Ideen im Zentrum, auch wenn er damit in dieser Tabelle sicherlich weiter oben stehen würde.

13. FSV Mainz 05. Die Mannschaft hat in diesem Sommer so viel fußballerische Substanz verloren wie sonst nur der 1. FC Nürnberg. Das neue Gesicht der Mannschaft hat sich immer noch nicht gebildet – damit ist die Last des Abstiegskampfs auch gleichmäßig verteilt.


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Köln vs Hannover: nur Podolski braucht keine Fehler

von Johan Petersen am 16. Oktober 2011

Sowohl Köln als auch Hannover liegt das Kontern mehr als alles andere. Wer in diesem Spiel zweier gut geordneter Mannschaften in Führung ging, hatte also einen strategischen Vorteil, und Hannover fühlte sich gegen zunehmend tiefer stehende Kölner auch sichtlich unwohl. [click to continue…]

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Das Spiel war für den kontinentalen Betrachter eine Mogelpackung: außen standen die beiden großen Namen des englischen Fußballs, drinnen fand man dann ein Spiel mit vielen technischen Mängeln und wenigen spielerischen highlights angesichts guter defensiver Ordnung auf beiden Seiten. [click to continue…]

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Werder vs Dortmund: Wolf kostet die ersten Punkte

von Johan Petersen am 15. Oktober 2011

Als Borussia Dortmund das letzte Mal im Weserstadion auflief, steckte die Mannschaft nach tagelangen Meisterfeiern noch tief im Kater und verlor prompt gegen abstiegsbedrohte Bremer. Mit dem psychologisch wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten könnte die Mannschaft jetzt den fußballerischen Meisterkater so langsam hinter sich lassen. Sie war nicht die bessere Mannschaft, wurde aber von Bremer Fehlern in die richtige Spur gesetzt. [click to continue…]

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Gegen Dortmund: puzzelt Klopp das Spektakel weg?

von Johan Petersen am 13. Oktober 2011

Es ist genug darüber geschrieben worden, warum Dortmund nicht mehr die Über-Mannschaft der letzten Saison ist (ich habe hier damit angefangen, siehe auch hier und hier.) [click to continue…]

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Hannover vs Werder: die Rückkehr der Konter

von Johan Petersen am 3. Oktober 2011

Vermutlich bevor Werder den Ball das erste Mal berührte war der Taktisch-Tisch genau so angerichtet, dass uns Hannover genüsslich verspeisen konnte. Werder musste das Spiel machen — nicht die Stärke unserer Innenverteidigung — und die vielleicht beste Kontermannschaft der Liga durfte: kontern. [click to continue…]

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Gegen Hannover: wie weit treibt’s Schlaudraff mit Prödl?

von Johan Petersen am 29. September 2011

Mirko Slomka möchte in dieser Saison zwei Punkte pro Spiel gewinnen. Ein Ziel, das bei aller Sympathie für Hannover irgendwo zwischen Ambition und Größenwahn liegt, denn mit 68 Punkten qualifiziert man sich sicher für die Champions-League und wird in seltenen Fällen sogar Meister. [click to continue…]

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