Ahlen vs Werder

von Johan Petersen am 14. August 2010

Nach einem Testspiel würde man sagen: das Spiel war nicht gut, aber die Beine ja auch schwer, der Rasen stumpf, das Wetter warm, und der Gegner hoch motiviert und schon drei Wochen länger im Training.

Vor einem CL-Knaller gegen einen italienischen Gegner würde man sagen: Au weia. Im Spiel nach vorne wenig Tempo und einige Ungenauigkeiten, in der Abwehr hat nur Fritz Normalform; Mertesacker und Prödl hingegen mit einigen Aussetzern, und ein Cassano hätte die in der 59. Minute genutzt.

Pizarro hat in der ersten Halbzeit den Unterschied ausgemacht, als er Werders erste Chance nach einer halben Stunde gleich genutzt hat – das hat Ahlen schon den Zahn gezogen, und danach hätte er vor der Pause noch nach legen können.

Hugos Stärken sind bekannt, aber: warum ist es in all den Jahren bei uns nicht gelungen, an seiner größten Schwäche zu arbeiten, das 1 gegen 1 gegen den Torwart? Die Vorlage von Hunt hätte er direkt ins Tor schieben sollen, noch während der Keeper auf ihn zu kommt. Ansonsten kam Pizarro mit einem tiefstehenden Gegner wie erwartet besser klar als Almeida, der mehr Platz vor sich braucht. Beide waren aber beweglich und oft im Raum vor der Abwehr anspielbar – Flügelspiel über die Außenverteidiger war hingegen im gesamten Spiel fast nicht zu sehen.

Die Raute deutet für mich darauf hin, dass Schaaf mit einem Wechsel von Özil rechnet – und offensichtlich ist eher Marin der neue 10er, nicht Hunt. Seine Laufwege hinter den Spitzen sahen auch gut aus, so wie vor seinem Tor.

Borowski hat viel Arbeit geleistet, das Tor wird ihm gut tun, während es bei Bargfrede Licht und Schatten gab. Einigen guten Balleroberungen (und ein toller Ball auf Pizarro) standen einige schlampige Pässe gegenüber.

Wenn es einfach ein Pokal-Spiel war: man kann zufrieden sein.

Kommentar

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