Südafrika vs Mexiko, das 1:0

von Johan Petersen am 12. Juni 2010

Bisher sind alle Tore nach grotesken Abwehrfehlern gefallen. Das Foul von Seitaridis an der Eckfahne kann schon jetzt als dümmstes Foul des Turniers gelten, und wurde auch prompt bestraft.

Die Ausnahme war das Traumtor, das Südafrika der Welt gleich zu Beginn geschenkt hat. Mit Schleife drum.

Die Ausgangssituation: Mexiko verliert den Ball tief in der gegnerischen Hälfte (roter Stern), und hat dann sofort drei Spieler in der Ballzone bei Dikgacoi (8), um die Kugel zurück zu erobern oder zumindest den Konter zu verlangsamen (weiße Box). Mexiko macht den Raum eng, schnürt ein Paket, aus dem sich der Gegenangriff eigentlich nicht mehr befreien kann.

mexiko

Der Spielzug und Torabschluss: Wie kommt man da wieder raus? Südafrika packt das Päckchen so schnell und elegant wieder aus, wie man es selten sieht: mit direktem Spiel auch unter Druck und vertikalen Laufwegen. Dikgacoi (8) spielt einen Doppelpass, dabei läßt sich ein Verteidiger (2) kurz zu seinem Passgeber (7) hinziehen – fatal, da Tshabalala (11) da bereits in seinem Rücken startet. Dikgacoi spielt den Ball direkt und mit einem perfekten Timing auf den Flügel zu Tshabalala, der den den Ball schön mit nimmt und ihn im Winkel versenkt.

Das Beispiel zeigt, wie riskant die moderne Vorwärtsverteidigung sein kann.

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Details bei der Fußballweltmeisterschaft | Kontextschmiede
13. Juni 2010 um 5:42 pm

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