Der DFB-Pokal ist ein Kindergeburtstag

von Johan Petersen am 12. Mai 2010

Das Leben ist kein Kindergeburtstag, der DFB-Pokal schon. Nachdem wir in der letzten Saison erst in Berlin das erste Heimspiel hatten (davor auswärts in Dortmund, beim späteren Meister Wolfsburg und im 17-Tage-Derby gegen den HSV), ist der Pokal dieses Jahr zu einer besseren Zweitligameisterschaft verkommen (nur wenig aufgewertet um die erstklassig graue Maus Hoffenheim). 

Mit Heimspielen gegen Kaiserslautern, St. Pauli und Augsburg (sowie bei Union Berlin) hat Werder so früh wie nie begonnen, sich auf die nächste Saison vorzubereiten. Wenn wir auch in der Liga so souverän und konzentriert gegen die Aufsteiger punkten, sind wir wieder oben mit dabei. Ich hatte in keinem Spiel, trotz kniffliger Situationen gegen Hoffenheim, das Gefühl, wir würden nicht nach Berlin fahren. Alle haben brav Geschenke mitgebracht, die Pokal-Saison war entspannter als Topfschlagen.

Jetzt ist es aber vorbei mit den Blumen, es geht gegen den Gladiolen-Gladiatoren van Gaal. Tod im Kinderzimmer durch Robben und Ribery. Durch die Mannschaft, die uns im Heimpiel in der ersten Halbzeit vorgeführt hat.

Wir sind aber nicht mehr die Mannschaft aus der Winter-Krise, haben ein tolles Frühjahrshoch hinter uns. Wie man aus Bayerns Schokoladenseite einen Berliner mit bitterem Senf drin machen könnte, der ihnen im Halse stecken bleibt, in der zweiten und dritten Folge dieser kleinen Vorbereitung auf das Pokal-Finale.

I. Der DFB-Pokal ist ein Kindergeburtstag

II. Bayerns Flügelzange: In welchem Drittel kneift man sie?

III. Robben-Jagd auf Finnisch: von außen nach innen oder von innen nach außen?

Kommentar

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