Werder vs Wolfsburg, das 1:2

von Johan Petersen am 30. November 2009

Dzeko ist ein Weltklassestürmer. Dass er am Samstag zwei Hütten gemacht hat, war trotzdem unnötig.

Die Ausgangslage: Werder steht geordnet. Allerdings fehlt ein Spieler hinter dem Ball und der Abstand zwischen Mittelfeld und Sturm ist zu groß – unmittelbar vor dem eröffnenden Pass der Wolfsburger gewinnt Frings (22) den Ball, doch Rosenberg (9) steht zu weit weg/schaltet zu spät, so dass der Ball gleich wieder weg ist (hier nicht dargestellt).

Wolfsburg mit einem Querspass auf die Halbposition (2), einem weiteren auf den Flügel (3). Es folgt ein klassisches Überlaufen der beiden Spieler.

Der Torabschluss: Werder verschiebt sich zum Ball. Vermutlich nicht aggressiv genug, denn die beiden Spieler auf dem Flügel haben viel Zeit, um sich zu überlegen, was sie als nächstes machen. Der entscheidende Lapsus aber unterläuft Naldo (4), der genau vor dem Pass unmotiviert einige Schritte nach vorne macht, obwohl er weder den Ball noch einen Gegenspieler in seiner Zone hat. Er steht sogar noch höher als Boenisch (2), in dessen Zone sich der Ball befindet.

Die weiße gestrichelte Linie wäre so etwas wie die ideale Stellung der Kette gewesen, die schwarze gepunktete ist die Abweichung, durch die der Pass geht.

Vielleicht hätte Mertesacker (29) Pass und Antritt von Dzeko (9) besser antipizieren können, aber da war es letztlich schon zu spät. Naldo hat sowohl Pass- als auch Laufweg angeboten, und Wolfsburg hatte die Klasse, das zu erkennen und eiskalt auszunutzen.

Kommentar

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